Erinnerungen an mich selbst

Wieder eine Zigarette weniger. Aber aufhören..?

Sicher es wäre gesünder... aber warum muss alles Gesund sein.


Ich sitze nur da, ein Film nach dem anderen, Konsolenspiele und Energy- Drinks.

Halte die Wohnung sauber und rauche eine nach der anderen.


Nicht das ich sonst was zu tun hätte, das ist gerade mein Leben.

Man gewöhnt sich an vieles, vor allem an die Eintönigkeit.

Ungesundes Essen, Bier und Schnaps, alles ungesund, wenigstens sind Bier und Schnaps nur alle paar Tage oder Wochen angesagt. Ich hasse es wenn man mit schwerem Kopf aufwacht und nichts tun kann.


Etwas paradox, ich weiß, aber die Eintönigkeit bewusst zu erleben ist immer noch besser als vernebelt durchs Leben zu laufen. Oder wie in meinem Fall, vernebelt auf dem Sofa zu sitzen und nur dahinzuvegetieren.


Obwohl ganz eintönig ist mein Leben doch nicht, eigentlich bin ich in einer Beziehung und habe mehr Familie als vorher, aber mit einem unglaublich tiefen Schuldgefühl stelle ich seit einiger Zeit immer öfter fest, das das, was ich mir seit Jahren gewünscht habe nicht das ist was mich glücklich macht.

„Lass zurück wen oder was du willst, aber niemals dich selbst“

Nach diesem Motto habe ich mein ganzes Leben gelebt, doch weis ich nicht, ab wann ich mich selbst zurückgelassen habe.

Ich habe mich selbst festgesetzt,mich selbst zurückgelassen.

Nachts liege ich oft wach, denkend was ich alles erlebt habe und noch öfters daran denkend, etwas zu erleben was ich nur träumen kann.

Wo soll man anfangen wenn einem das Leben keine Zeit zum Leben lässt?

Erinnerungsfetzen und komplette Abschnitte reißen einem durch den Kopf als Endlosschleife.

Wie soll man Gedanken ordnen wenn sie immer in Bewegung sind?


Vergessen. Vergessen ist eine möglichkeit, aber vergessenes ist nur Begraben.

Tief im Unterbewusstsein frisst es sich langsam immer tiefer rein. Nur um sich an neue Erinnerungen zu heften und sie mit Bildern, Gerüchen oder Stimmen zu verseuchen.

Bilder von Freunden, Gerüchen von Rauch, Abgasen und Chemikalien oder Stimmen die zu Schreien und Wehklagen werden, bis sie am Schluss verstimmen.


Ich könnte meine Geschichte am Anfang beginnen.. oder in der Mitte... oder am Ende.

So wie meine Gedanken von einem Ort oder von einer Zeit springen so werde ich mich auch ausdrücken, es erzählen, berichten oder bloggen. Je nachdem wie man es nennen kann.

Ich habe früher viel geschrieben, und es hat mir geholfen, jetzt versuche ich etwas hier aufzubearbeiten, auch wenn es keiner liest, ich schreibe es und jedes Wort muss von meinen Gedanken, durch meinen Körper, in die Finger... auf die Tatatur um es zu verarbeiten.

Ein ziemlich weiter Weg, wenn man bedenkt das alles vorher in meinem Kopf eingesperrt war.

12.8.15 13:56

Letzte Einträge: Hirnkirmes.... große/kleine Erinnerung, Körper und Geist im Einklang zum Abrund, Angst und Schwäche, Beschützer und Verlierer, Liebe und Hass

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