Hirnkirmes.... große/kleine Erinnerung

Vielleicht fange ich bei meiner ersten Erinnerung an.

Ein langer Hausgang im ersten Stock, mit einem großen Holzgeländer das den Blick auf den unteren Stock zulässt. Am ende des Geländers eine Treppe nach unten. Ich weiß das es nachts war, das Licht brannte und ich lief den Gang entlang um ins Zimmer zu gehen.

Aus meinen Augenwinkel bemerkte ich ein helles huschen im unteren Stock eine Person verschwand so schnell wie sie gekommen war. Wohin und warum weiß ich nicht. Aber das was mir sicher ist, woran ich mich am meisten erinnere ist das Gefühl was ich dabei hatte.

Ein erdrückendes und Unheimliches Gefühl drang in mir ein. Obwohl die gesamte Situation eigentlich normal war.. denke ich.

Ich habe keine Ahnung ob es jemand von der Familie war oder nur eine Täuschung, aber ich denke oft daran zurück und es lässt mich immer erschauern.



Durch Gespräche mit meinen Eltern erfuhr ich erst Jahre danach das das einzige Haus das so eine Treppe mit offenen Gang mein Geburtshaus war, in dem wir nicht lange wohnten. Wir zogen weg als ich keine drei Jahre alt war.


Ich habe keine Ahnung weshalb, aber das war meine erste Erinnerung.



Nun wo ich das Geschrieben habe bin ich mir nicht sicher ob es so weise ist von einer Kindheit zu schreiben. Einer Kindheit die ich am liebsten vergessen würde wie so vieles in meinem Leben vergessen möchte.


Jeder Mensch ist verschieden, mit verschiedenen Erfahrungen, gegensätzlichen Ansichten.

Jeder handelt und lernt anders.

Deswegen bin ich mir sicher das einige mit denen ich mein Leben teile erschüttert sein werden.

Andere wiederum werden mit Sicherheit nicht einmal ein müdes lächeln für mich übrighaben.



Was bringt es einem Menschen der vieles erlebt hat, noch mehr gesehen und eventuell vieles mehr ertragen hat, wenn er selbst nicht damit umgehen kann und nur bedingt mit dem Leben lernt oder auskommt?

So geht es einem Großteil der Menschen, ob sichtbar oder nicht jeder hat sein Gepäck auf dem Rücken.

Der eine sortiert, der andere wild durcheinander geworfen.


Wenn ich mein Gepäck so durchsuche stelle ich immer fest, das nichts an seinem Platz ist.

Stolz neben Hass und Liebe, Disziplin und Standhaftigkeit wird aus einer Decke von Resignation begraben, nüchternes denken drängt sich neben Angst und Bauchgefühl.

Das ganze Chaos drängt sich in Träumen und ruhigen Zeiten auf.

Gesichter, Schüsse, Familie, Freunde, Versagen, Erfolge und so vieles mehr. Die Liste ist endlos.

Alles bricht auf einen herein und man versucht sich durch eine Mauer aus kleinen Freuden, unvernünftigen Ablenkungen, Zigaretten und aktuellen Problemen zu schützen.


Und am Ende egal ob man die Mauer aufrecht erhalten hat oder nicht, ist man immer noch da.


Mit einer Zigarette, das wissen um Schulden, einem traumatischen Stress- Syndrom, einer Partnerin von der man nicht mehr weiß ob man sie liebt aber sie nicht alleine zurücklassen will, Depressionen, Selbstzweifel, ein gestörtes Verhältnis zur leiblichen Familie, Alpträumen und körperlichen Schäden.

Nun ja im großen und ganzen bin ich doch ein gefundenes Fressen für jeden Psychologen.


Psychologen, Neurologen, Orthopäden, Schmerzspezialisten aller Art, ich glaube ich habe alles durch.


13.8.15 10:07

Letzte Einträge: Körper und Geist im Einklang zum Abrund, Angst und Schwäche, Beschützer und Verlierer, Liebe und Hass

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