Beschützer und Verlierer

Ich bewege mich gerade auf einem schmale Grat.

Zu erzählen was in meinem Leben passiert ist habe ich seit Jahren absolut abgeblockt.


„Soldaten sind Mörder!“

„du mit deinen Depressionen“

„Leb doch nicht in der Vergangenheit“

„Was läuft falsch mit dir?“


Nur einige dieser Sätze die ich nach einiger Zeit immer zu hören bekam.

Irgendwann grenzt man sich selbst ein und versteckt sich vor allen anderen.


Ich lebte und lebe hauptsächlich im Internet.

Nicht das ich es nicht versucht hätte auszubrechen,aber nicht immer ist es einfach seinen Schutz abzulegen und offen zu sein.

Und ich habe es bis her immer bereut aufzustehen und weiterzugehen.


Noch bis vor einem knappen Jahr bin ich abends einmal die Woche ausgegangen, in Bar´s, Diskotheken oder einfach nur essen gegangen.

Natürlich alleine. Ich habe immer blicke auf mich gezogen, oder ich hab es mir nur eingebildet. Ich fiel immer auf, von der Kleidung, saß separat in einem Schwarzen Anzug und trank meinen Whiskey. Bevorzugt habe ich Orte aufgesucht in denen es viele jüngere Menschen gab.

Ich hoffte immer das mich eine Frau ansprach, gleichermaßen hoffte ich, das ich übersehen werde.

Paradox aber das spiegelt wahrscheinlich meinen Kopf.

Ich will nicht alleine sein aber ich will auch nicht in einer Menge sein oder große Verpflichtungen eingehen.

Nicht mit diesen Menschen um mich herum.


Ich trat nur aus dem Schatten wenn es irgendwo Ärger gab. Wenn ich sah das jemand bedrängt wurde oder es Probleme gab.

Ich half den Angestellten, wenn sich Gäste schlecht benommen haben, mischte mich ein, wenn Frauen schlecht behandelt wurden.

Wahrscheinlich ist mein Schutzinstinkt anderen Gegenüber zu stark ausgeprägt.

Am Ende hatte ich meine Bar´s die ich am Wochenende besuchte und gratis bedient wurde weil ich irgendwo half.

Es war irgendwie schön so durch die Gegend zu laufen, nachts, die ruhe genießen und nie lange bleiben.

Es entspannte.

Aber in meinem inneren war ich immer auf der Suche nach einer Liebe, einer Frau die mich so nimmt wie ich bin.

Nur glaube ich das man die in einer Bar nicht findet.


Nicht so das ich nie Chancen gehabt hätte, es kamen nach und nach einige auf mich zu aber ich habe immer abgeblockt.

Aus Angst vor ihr, vor mir und wie ich damit umgehen sollte.


Ich hatte auch einen lockeren Freundeskreis, klein aber er war dennoch da.

Zu dieser zeit wohnte ich schon zwei Jahre in dieser Stadt

Seltsamerweise bestand mein Kreis fast nur aus Frauen.

Frauen denen ich bei Handwerklichem half, die einfach nur zu mir kamen für einen gemütlichen Abend und übernachteten oder wir uns einfach nur zum Kaffee in der Stadt trafen.


Niemand stellte mir Fragen wegen meiner Narben, meiner Einstellung oder sonst was.

Sie verstanden nur nicht, warum ich alleine lebte.

Nur muss ich dazusagen, das ich mit diesen Menschen nie über meine Vergangenheit geredet habe.

Ihnen nie sagte woher die Narben kamen oder warum ich manchmal tagelang nicht aus dem Haus gegangen bin.

Manchen kam es auch komisch vor, das ich selten Arbeiten gegangen bin, ich hatte ja mehr als Genug Geld auf der Seite.


Es lief nichts körperliches mit den Frauen die bei mir übernachtet haben oder wir uns so getroffen haben.

Es war einfach so wie es ist.

Ich muss nun persönlich zugeben, das ich es mir gewünscht hätte das eine von ihnen vielleicht mehr gewollt hätte, nur eine Affäre oder Bettgeschichte.

Wiederum betrachtet stelle ich fest, das die Frauen alle jünger waren wie ich, alle um die 20-24 und ich schon knapp an 34.

Vielleicht suchten sie nur eine Vaterfigur oder wollten Abstand von Männern die sie nur bedrängen.

Egal was es war, es war doch eine schöne Zeit für sich.

14.8.15 07:34

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